Facing the truth

Die Modewelt ist eine Industrie voller Gegensätze. Während eines der Hauptziele ist, dass wir uns in der Kleidung, die wir kaufen, schön fühlen, hat diese Industrie eine abstoßende und problematische Seite, die wir nicht oft genug zu sehen bekommen.

Die Modeindustrie ist gleich nach der Ölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer der Welt.

Trends und die Industrie selbst ändern sich ständig was dazu führt, dass wir Konsumenten das Gefühl bekommen, uns alle paar Wochen neue Teile kaufen zu müssen. Dadurch entstehen gravierende Umweltprobleme, die angesprochen werden müssen. Aber wie schauen die Statistiken zu diesem Thema aus?

Wasserverbrauch

Die Modeindustrie verbraucht jedes Jahr rund 1,5 Billionen Liter Wasser. Es wird hauptsächlich zum Färben von Stoffen und zum Anbau von Ressourcen verwendet. Für die Produktion und den Anbau von Baumwolle wird besonders viel Wasser benötigt, was weitreichende Folgen für Mensch und Umwelt hat, da dieser Konsum zu Wüstenbildung und Trinkwasserknappheit führen kann. Nach Angaben der UN wird beispielsweise für ein einziges Paar Jeans ein Kilogramm Baumwolle verarbeitet, wofür zwischen 7.500-10.000 Liter Wasser benötigt werden. Aber nicht nur die Produktion von Kleidung spielt bei diesem Thema eine große Rolle, sondern auch die Pflege der Artikel, für die wir verantwortlich sind. Der Einfluss, den wir durch das Waschen unserer Kleidung zu Hause haben, ist also ebenso wichtig, da 40 % des häuslichen Wasserfußabdrucks aus der Wäsche stammen.

Was kannst du dagegen tun?

  • Wähle Stoffe, die wenig Wasser benötigen (z.B. Leinen, recycelte Stoffe)
  • Wähle GOTS-zertifizierte Baumwolle
  • Wähle natürliche und ungefärbte Stoffe
  • Achte darauf, wie oft du deine Kleidung wäscht 


Wasserverschmutzung 

500 000 Tonnen Mikroplastik landen jedes Jahr im Meer- das entspricht 50 Milliarden Wasserflaschen. Dies geschieht, weil Tausende von winzigen Mikrofasern ins Wasser gelangen, wenn du synthetische Fasern wie Nylon oder Polyester wäscht, aus denen die meisten unserer Kleidungsstücke bestehen. Durch kleine Organismen, die dann von größeren Fischen gefressen werden, gelangen diese Plastikfasern in unsere Nahrungskette und in unser Trinkwasser. 

Was kannst du dagegen tun? 

  • Wähle natürliche Stoffe
  • Stecke deine Kleidung beim Waschen in einen Waschbeutel, der Mikrofasern auffängt
  • Wasche synthetische Kleidung weniger oft und bei niedrigeren Temperaturen 


Treibhausgase 

Aufgrund von Produktion, Herstellung und Transport ist die Modeindustrie für 10 % der weltweiten Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Dies liegt zum Teil daran, dass alle paar Wochen neue Trends und Must-Haves vorgestellt und neue Kollektionen herausgebracht werden, was uns dazu verleitet, immer mehr Kleidung zu kaufen. Ein weiterer Grund für dieses Problem ist, dass die meisten unserer Kleidungsstücke aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Nylon bestehen, die aus fossilen Brennstoffen hergestellt werden und deren Produktion sehr energieintensiv ist. Darüber hinaus wird der Großteil unserer Kleidung in Ländern wie Bangladesch und China hergestellt, die hauptsächlich mit Kohle betrieben werden, einer Energieart, die die meisten Kohlenstoffemissionen freisetzt. 

Was kannst du dagegen tun? 

  • Wähle natürliche FasernSetze auf Qualität statt Quantität
  • Mach Schluss mit Fast Fashion
  • Achte auf die Herkunft der Kleidungsstücke und kaufe Kleidung, die in Ländern hergestellt wurde, die mit mehr erneuerbaren Energien betrieben werden 


Textilmüll 

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Kleidungsstücks beträgt heute 3 Jahre. In den letzten Jahren ist Kleidung zunehmend zum Wegwerfartikel geworden. Die meisten von uns sind wahrscheinlich schon Opfer der vielen neuen temporären Trends und verlockend billigen Preise für Kleidung geworden und haben so unsere Kleiderschränke mit Teilen gefüllt, die uns nicht wirklich passten oder die uns nicht wirklich gefielen. Allein in Europa werden jedes Jahr rund 5,8 Millionen Tonnen Kleidung weggeworfen. Rund 75 % davon landen direkt auf der Mülldeponie. Synthetische Fasern spielen eine besonders große Rolle im Textilabfall. Da sie aus Kunststoff bestehen, kann es bis zu 200 Jahre dauern, bis sie sich zersetzen. 

Was kannst du dagegen tun? 

  • Wähle natürliche Stoffe 
  • Setze auf Qualität statt Quantität
  • Bringe leicht beschädigte Kleidung zum Schneider, bevor du sie wegwirfst
  • Recycle, tausche oder verkaufe Kleidung, die du nicht mehr trägst 


Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber es gibt Hoffnung! 

Die Statistiken über den Beitrag der Modeindustrie zur Verschmutzung unserer Umwelt sind schockierend und hier wurden nur ein paar der Probleme, die der Fast-Fashion-Sektor verursacht, aufgelistet. Aber Bewusstsein ist der erste Schritt, zur Veränderungen. 

Wir von Miryam The Label haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kleidung im Einklang mit der Umwelt und allen Lebewesen zu kreieren und wir sind stolz darauf, einen Beitrag zu einer besseren Zukunft zu leisten! Wir glauben an "tue Gutes und Gutes wird auf dich zukommen"! 

Mehr Informationen darüber, wie wir Nachhaltigkeit integrieren, findest du auf unserer "Nachhaltigkeit"-Seite.


Quellen:
https://www.sustainyourstyle.org/old-environmental-impacts
https://oceanic.global/projects/microplastics-in-fashion/
https://www.bbc.com/future/article/20200310-sustainable-fashion-how-to-buy-clothes-good-for-the-climate
https://www.cbsnews.com/news/earth-day-2019-fashion-industrys-carbon-impact-is-bigger-than-airline-industrys/
https://www.theguardian.com/sustainable-business/water-scarcity-fashion-industry

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